Es ist so weit: Mit dem Clip zu "Alejandro" ist Lady Gagas neuester Streich in Sachen Videokunst vollbracht. Der 8-Minüter erinnert mit seiner düsteren Ästhetik an die älteren Madonna-Videos zu "Express Yourself" oder "Vogue". Wahrscheinlich keine zufällige Parallele, denn Madonna-Fotograf Steven Klein hat Regie zu "Alejandro" geführt.
Natürlich lässt das Video auch die typischen Lady Gaga-Zutaten - viel nackte Haut und viel Körperkontakt - nicht vermissen. Doch das ist noch nicht alles: Der Clip löste schon einige Kontroversen aus - auch unter den Kollegen. Katy Perry beispielsweise bezeichnete das Video als "pure Blasphemie", wie people.com meldet. Die Sexualisierung kirchlicher Symboliken, wie der Nonnen-Uniform oder des Rosenkranzes, ging Pfarrer-Töchterchen Katy dann offenbar doch zu weit.
Lady Gaga selbst wollte mit Song und Video nach eigenen Angaben jedoch etwas anderes ausdrücken: "Der Song reflektiert meine Beziehung zu schwulen Freunden. Mein Neid auf ihren Mut, den sie brauchen, um zusammen zu sein. Im Video schmachte ich nach ihrer Liebe, die unerwidert bleiben muss."
Aber nun genug der Worte, macht euch euer eigenes Bild: Vorhang auf "Alejandro"!
Neben Jackson kommt einem natürlich auch Madonna in den Sinn – und tatsächlich ist «Alejandro» von der Machart und Choreographie her stark von «Vogue» geprägt. So tritt Gaga, die von Video zu Video dünner wird, mit wasserstoffblonden Haaren und Lederkluft auf. Und auch Madonnas legendärer Kegel-BH darf nicht fehlen. Was nicht weiter erstaunt, wenn man weiss, dass Madonna-Fotograf Steven Klein das Video gedreht hat.